Fussballfieber 900km entfernt

Fußballfieber

Was für ein herrlicher Sommer, was für ein insgesamt gelungener Saisonauftakt von Eintracht I und Chemie II… was will das Heldburger FAN – HERZ mehr.

Der Fan genießt zur Zeit die 90 Minuten Fußball in Heldburg und fiebert mit den Jungs auch auswärts in der Ferne. Leider kann man nicht bei jedem Spiel dabei sein und muss dann über den modernen Kommunikationsweg die Informationen förmlich aus dem Handy zu saugen, das grenzt schon fast an Folter.

9oo Kilometer entfernt, in sonniger Wärme mit eisgekühlten Büchsen bereitet man sich vor, lädt die letzten zwei Prozent des Handys nochmal auf (kann ja sein) und scannt den Liveticker von Fupa.

Es ist 16 Uhr und die Eintracht kämpft im tiefen Lauschaer Wald gegen die SG. Man schaut schnell die Aufstellungen im Fussball.de durch, sieht da und dort bekannte Namen und freut sich mit Schiri Schubert über sein 25 jähriges Pfeifenjubiläum.

Und wieder auf das Handy geschaut …Lauscha schießt im 10 Minuten Takt die Bälle beruhigend über das Tor. Klick und Zisch! Chance durch Stefan Schmidt … knapp vorbei …schade…weiterhin viel Glück. „Beide Mannschaften tun sich im Aufbau schwer “ blinkt auf, naja ..wenigstens was.

Halbzeit und nach einem Schluck Bier pfeift man das alte FDJ Lied „Bau auf, Bau auf – Freie Deutsche Jugend bau auf!“ in Erwartung der zweiten Halbzeit und dem bisherigen zufriedenen stellenden Spielstand. Wie gesagt, die sportlichen Freunde der Glaskugeln sind keine Laufkundschaft.

Zweite Halbzeit und Chance durch Ph. Schmidt. Leichte positive Nervosität zieht durch den Körper…und schnell ein Klick und Zisch. Dann beginnt das Handy an zu Hüpfen…Hummel gelb…belanglos…Hummel Tor!!!!!!!!!!! Wahnsinn – ein Schrei halt durch die Pinien… wir führen in Lauscha…gehofft aber nicht so richtig dran geglaubt. Zurücklehnen und Display gelassen beobachten. Was war das …es blinkt gelb – rot…ja klasse, der Opitz von Lauscha hat bis zur 70. Minute wahrscheinlich zu viel Holz gehackt und musste sein Axt abgeben. Darauf ein Klick und Zisch mit der großen Hoffnung auf einen „Dreier“ (sportlich gesehen). Der Ticker bildet den Wortverband: Das Spiel ist von beiden Mannschaften sehr ansehnlich…Von mir aus. Die letzten 15 Minuten vergehen wie eine Fahrt mit einem Ballon. Und dann passiert es doch. Zehn Mann schießen gegen 11 ein Tor. Mist! Schade! Verdammt! Weiter geht’s …wenigstens diesen einen Punkt Jungs!!! Nachspielzeit und Chance für Lauscha…Apfiff…Phuuuu….Okay! Zurücklehnen, Augen schließen, mit einem zufriedenen Lächeln von drei Punkten träumen … Das Zirpen der Grillen bringt wieder die Realität und ein gewonnener Punkt auf den Höhen des Thüringer Waldes ist eine gute Basis für den Abend.

Das Schiri Schubert in der Halbzeit sein Hemd wechselte und dabei seine gelben, roten und Krankenkarten im alten Hemd stecken ließ, interessierte keinen mehr.

Nächsten Morgen aufgewacht und Eintracht wird zu Chemie. Heute 15 Uhr spielt die ZWEITE in Haina gegen die ZWEITE. Mh, normaler Weise könnte man, sollte eigentlich …naja..mal sehen wie der Kader aussieht…!

Wieder ist der Liveticker scharf geschalten, vielen Dank für Diejenigen, welche live ticken. Hoffnung und Vorfreude verlieren sich step by step schon bei der Aufstellung von Haina ZWO.  Die haben ja ganz schön aufgefahren und auf munitioniert, als gehe es um den Teuteburger Wald. (Anmerkung der Redaktion: Chemie II war zur falschen Zeit am falschen Ort) Gegen diese fußballeriesche Erfahrung von Haina half dann im Endeffekt nichts und nach dem Verfolgen des Tickers war es für de Tickerverfolger nur noch eine Frage der Zeit, wann der Ball hinter Finn das Netz berührt.

In der ersten Halbzeit konnte man was von Heldburger Nadelstichen lesen, aber wie gesagt, Nadelstiche machen noch lange keinen Topflappen.

So kam es, wie es kommen musste … es flatterten zwei Murmeln in das Chemische Netz. Der Ärger 900 km entfernt hielt sich in Grenzen, im Wissen, dass Chemie II diese 3 Punkte nicht braucht. Auf ein Neues Jungs am nächsten Samtag gegen Erlau II, zu Hause, sind wir eine Macht.

 

Bis bald!

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