Eigentlich ...
Was kann und was soll man dazu sagen
Freitag, 14 August 2026 18.30 Uhr
Oh Fußball, Du nie enden wollender Märchenerzähler am Lagerfeuer, welche Geschichten hast Du heute für uns auf Lager?
Heute, ein Tag danach, freuen wir uns auf jede Insiderinfo…und saufen nebenbei Frust.
Das Unterland freute sich gestern auf das Kreisderby der Kreisoberliga – es war Freitagabend – SG Unterland gegen EK Veilsdorf – ein Match, welches vielen Orakel und Vorahnungen freien Raum lässt – ein für beide Teams richtungsweisendes Spiel.
Insgesamt ist die Redaktion im Nachhinein froh, dass wir für Euch gottseidank einen kleinen brauchbaren Inhaltscontent liefern können.
Beide Mannschaften hatten fast alles an Bord, was schwimmen konnte. Ein zwei Erkältungen auf jeder Seite waren dem langen Starkregen geschuldet. Das Spiel stand unter dem Motto: „Wer Latte Macchiato trinkt, ist eine Weichei!“ und wurde präsentiert vom hiesigen Brauverein mit dem Namen „Tyskie“.
Die Fans waren geil und hatten Bock auf Fußball. Deswegen Anstoß.
Das Spiel begann gleich mit einem harten Cornern und einer 8. Minute. Ballverlust im Mittelfeld der SG, Pass in die Schnittstelle, Laufduell von Freund und Feind, kleiner Touché und bumm -à Freistoß an der Strafraumkante und rote Karte für die Heimischen. Au!
Alle SG Fans schauten leicht angedetscht, wie ein Duplo, das zu lange in der Sonne gelegen hatte. (Sofort kam die Info vom Stadionsprecher: Bitte nicht gegenseitig ins Gesicht fassen, das lässt sich später schlecht reparieren.
Die rote Karte für den SG Verteidiger blieb, der Freistoß ging…hinterher wurde drüber diskutiert, ob ein Elfer mit gelber Karte für das Spiel besser gewesen wäre, oder ob man den Stürmer hätte ziehen lassen sollen, es steht ja noch ein Torwart vor der Linie…. Dieses Spekulieren im Nachhinein ist wie vier Asse auf der Hand beim Schachspiel.
Die Gäste mit ihrem gepflegten Kurzpassspiel witterten jetzt die einmalige Chance zu netzen. Die SG sortierte sich Schritt für Schritt und hielt dagegen. Torwart Digritz und seine Vorderleute warfen sich in jeden Schuss und hielten die wertvolle „NULL“.
Sporadisch setzten die Einheimischen aber ein paar offensive Nadelstiche, bei einem traf Voit sogar den Pfosten. Schade. Sehr schade. Butzke versuchte es mit einem Heber von der Mittellinie, verfehlte aber leicht den Kasten.
Nach einer reichlichen halben Stunde war dann doch soweit, aber nicht so, wie viele dachten.
Warum, weshalb, wieso auch immer. Eigentor der SG – eine Kerze auf der Torte – ein großer Tropfen WD – 40 in das Veilsdorfer Getriebe….
Natürlich kamen jetzt die Gäste mit einer kollektiven Verstopfung – sie drückten, drückten und drückten. Und dann löste sich kurz vor der Halbzeit ein zweiter Weihbach – Pfropfen. Den jungen Mitzenheim ließ man wieder mal allein und mühelos schob er die Kugel ins Netz
Das sorgte natürlich für gute Laune bei den vielen Gästefans, zu vergleichen wenn es beim neuen EDEKA mal Gehaltserhöhungen regnet.
Mit zwei Toren hinten und einem Mann weniger, das liest sich nicht grad geil für die einheimischen Fans. Hinter der Bratwurstbude wurde sogar Unterland – Grillkohle geweint. Aber aus dem Nichts flog die Murmel in die Box der Gäste und da stand der erfahrene Butzke, pflückte und erntete. Der Anschluss…und wieder a little bit hope…für die SG
In der Pause gab es unter den Fans die Diskussion, warum Schiri Heubach aus Heubisch kommt und da es Freitagabend war, aß man das Halb – und halb – Gehackte roh aus der Plastikverpackung. Im Sportheim drehte sich natürlich wieder das Glücksrad mit Maren Gilzer um den Hauptgewinn, zweier One – Way – Tickets nach Magaluf.
Die Unterländer brachten frischen Wind in die zweite Halbzeit, aber wie gesagt, ein Mann weniger und gutspielende Gäste, dass war wie ein überdimensionaler Windschutz. Die Gäste fackelten dann auch nicht lang und spazierten zu ihrem dritten Tor, wieder mit dem Katalysator Ballverlust im Mittelfeld.
Die SG kämpfte, mühte sich und holte die letzten Körner vom Scheunenboden, aber bei 30 Grad im Schatten waren dann konstruktive Angriffsbemühungen doch Mangelware.
Das Geschehen wogte hin und weniger her, ohne aber über zu schwappen.
Schlusspfiff und somit der dritte „Nuller“ im dritten Spiel.
Mittwoch geht es nun nach Gellershausen zum Därrbi. Tipp der Redaktion: Jeder SGler sollte vor dem Spiel eine halbe Flasche Maggi trinken. Hilft.


