Man muss den Fußball leben, dann...
Hallo sehr geehrte Leser,
heute scheißt der Pudel wieder seinen blutigen Kern. Kreisklasse West, 2 Spielgemeinschaften und es war Badetag in Oberstadt. Man freute sich auf zwei Teams, die extrem erpicht darauf waren, drei Punkte einzufahren. Samstag 16.00 Uhr und die Arena der SG MO ist schon das blanke Tollhaus. Das Kroatien des Feldsteins empfing alle mit dem besten Fußballwetter, dazu war der Kaffee gut und nur 1 €. Als Gäste hatte sich die SG aus dem Heldburger Unterland eingefunden und hinter vorgehaltener Hand wurde von einem Spitzenspiel geflüstert. Es läuft für Euch die Dauerschleife von „Völlig losgelöst“ und die sportlichen Wahrnehmungen liefert eine Drohne der Gemeinde Oberstadt. Beide Mannschaften betraten gemeinsam mit Schiri Elle das Grün am südlichen Stadtrand von Marisfeld. Die Hymnen wurden gespielt vom Posaunenchor Marisfeld (Mitglied im Gnadauer Posaunenbund) und die Fans stellten sich die Frage: Darf ein Bauer mit künstlichem Hüftgelenk noch als Biobauer arbeiten?
Die Historie verrät uns, dass beide Teams schon ein halbes Dutzend Mal gegeneinander gespielt haben und in Summe das Torverhältnis 17:11 zu Gunsten der Gastgeber ausfällt.
Wer das große Kino beim Lesen sucht, ist jetzt hier falsch, es hat sich nur eine Katze auf der Tastatur gewälzt, was ungefähr sich so anfühlt (liest), als würde Helene Fischer live singen und dabei gleichzeitig beidhändig eine tumultartige Kreuzigungsszene auf eine drei mal vier Meter große Leinwand pinseln. (Man kann diesen Schachtelsatz auch überspringen)
Der Stadionsprecher gibt noch einen Geheimtipp an die Fans durch: Nach dem Spiel finden noch interessante Diskussionsrunden mit sportlicher Prominenz und kirchlichen Beistand statt. Eine Runde läuft im Imbiss „Zum Erreger“ und die andere findet in der Gaststätte „Eimer – Bernd“ statt.
Der Schiri stellt sich den Spielern vor: Mein Name ist Elle, das „G“ steht für Gewalt. In Wirklichkeit durchlief er aber eine Unteroffizierslaufbahn als Artillerieradarspezialist.
Von Anfang an hatten die Gäste das Heft in der Hand und bestimmten souverän die 90 Minuten. Eine geschlossene Mannschaftsleistung war die Basis für einen 2 zu 0 Auswärtserfolg der U23 aus dem Unterland. Einsatz, Aggressivität, Laufbereitschaft, und der unbedingte Siegeswille von jedem Einzelnen machten nicht nur den Spielern Spaß, auch die mitgereisten Fans waren begeistert und zufrieden. Selbst spielerisch überzeugten alle SG-Jungs, beginnend von Nummer 1 bis zur 35.
Der „Man of the Match“ war das Team. Die beiden Tore machten Parpart und J. Chilian und es hätten noch mehr Namen aufgelistet werden können. Leider wurden mindestens zwei Handvoll Großchancen liegen gelassen, welches sich in Spielen gegen Reurieth und Themar nicht wiederholen sollte. Aber die Jungs der SG U 23 haben sich selber die breite Brust geholt, welche man für die nächsten Aufgaben benötigt. Auch die unterländischen Fans waren mehr als zufrieden und ließen sich eine handgedrehte Machorka mit doppelten Karogeschmack munden. Keiner hat nach dem Auto des Schiedsrichters gefragt, obwohl die Frage nach dieser Schiri Leistung mehr als berechtigt war.
PS: Dieser kleine Bericht wurde unterstützt von geriatrischen Fake News und einem einheimischen Edelfan mit KI.


