Kuck mal....
Das war der erste Streich
Die Zweitvertretung von SV 08 Westhausen kam gegen die Reserve von SG SV Eintracht Heldburg mit 0:5 unter die Räder. Als Favorit rein – als Sieger raus. SG SV Eintracht Heldburg II hat alle Erwartungen erfüllt. Die Mannschaft von Coach Sören Dömming war im Hinspiel gegen SV 08 Westhausen II in allen Belangen überlegen gewesen und hatte einen 4:0-Sieg eingefahren.
30 Zuschauer – oder zumindest der Teil, dessen Herz für SG SV Eintracht Heldburg II schlägt – bejubelten in der 34. Minute den Treffer von Benjamin Menzel zum 1:0. Zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt vor der Halbzeit (42.) schoss Erik Rohrmann einen weiteren Treffer für den Ligaprimus. Mit der Führung für das Heimteam ging es in die Kabine. Mit einem Wechsel – William Koch kam für Philipp Muth – startete SV 08 Westhausen II in Durchgang zwei. Bei SG SV Eintracht Heldburg II kam zu Beginn der zweiten Hälfte William von Berg für Pascal Biernoth in die Partie. Mit dem 3:0 von Nico Chilian für SG SV Eintracht Heldburg II war das Spiel eigentlich schon entschieden (57.). Für das 4:0 von SG SV Eintracht Heldburg II sorgte Sören Dömming, der in Minute 78 zur Stelle war. Von Berg gelang in den Schlussminuten noch ein weiterer Treffer für SG SV Eintracht Heldburg II (83.). Insgesamt reklamierte SG SV Eintracht Heldburg II gegen SV 08 Westhausen II einen ungefährdeten Heimerfolg für sich.
Die errungenen drei Zähler gingen für SG SV Eintracht Heldburg II einher mit der Übernahme der Tabellenführung. Die Hintermannschaft ist das Prunkstück von SG SV Eintracht Heldburg II. Insgesamt erst elfmal gelang es dem Gegner, SG SV Eintracht Heldburg II zu überlisten. Nur zweimal gab sich SG SV Eintracht Heldburg II bisher geschlagen. SG SV Eintracht Heldburg II ist seit vier Spielen unbezwungen.
Große Sorgen wird sich Jens Bohlig um die Defensive machen. Schon 53 Gegentore kassierte SV 08 Westhausen II. Mehr als drei pro Spiel – definitiv zu viel. Trotz der Schlappe behält der Gast den fünften Tabellenplatz bei. Sechs Siege, ein Remis und neun Niederlagen hat SV 08 Westhausen II momentan auf dem Konto. Den Maximalertrag von 15 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen verfehlte SV 08 Westhausen II deutlich. Insgesamt nur drei Zähler weist SV 08 Westhausen II in diesem Ranking auf.
Beide Mannschaften erwartet erst einmal eine mehrwöchige Spielpause. Weiter geht es für SG SV Eintracht Heldburg II, wenn der TSV 1911 Themar am 31.05.2026 zu Gast ist. SV 08 Westhausen II empfängt am gleichen Tag SV 1920 Gellershausen II.
Danach kam der zweite Streich
Hola, qué tal? Oder wie man in Thüringen sagt, heute geht es tief in den Westen, wo noch Klischees verarbeitet werden. Wir waren gespannt. Der ewige Kracher in welcher Liga auch immer, Milz gegen das Heldburger Unterland. Ein Spiel was auf kein Schachbrett passt, ein Match voller Intensität und Leidenschaft mit Geschrei und Gestikulation, mit Schauspielkunst und gegenseitigen Liebhaben.
Milz lief mit der fast kompletten ersten Garnitur auf und die Gäste kamen auch mit fünf Wechselspielern.
Die Gäste wussten im Vorfeld um die starke Heim Atmosphäre auf dem kleinen Geläuf in Milz bei Eicha und gingen mit diesen Fakten voller Inbrunst, Konzentration und Spielfreude ins Spiel. Die Gastgeber mit viel und teilweiser übertriebener Körperlichkeit, bevorzugten auf Grund der Trockenheit den langen Hafer. Die SG stand hinten sensationell und zeigte vorweggenommen eine ihrer besten Defensivleistungen in dieser Saison. Milz versuchte es brachial, aber Heldburg drückte so langsam den Stempel mit dem Unterlands Wappen auf den grünen Rasen unweit der Milz. Eine enorme Laufarbeit, gepaart mit dem Annehmen der rustikalen Zweikämpfe ließen sogar noch Zeit für ordentlichen Fußball.
Selbst die Axel Springer Redaktion, welche sich diese Zeilen aus den Rippen saugte, war vom Auftreten der Gäste aus dem Unterland hochgradig positiv überrascht. Unterländer belohnten sich dann auch mit zwei Toren kurz vor der Halbzeit (psychologisch wertvoll) und ließen erst einmal die lautstarken Assoziationen und Vokabulare auf der Gastgeberbank verstummen.
Das Halbzeit Rahmenprogramm im Grabfeld ergab wichtige Erkenntnisse und dann lud der gute Schiri Heubach zum zweiten Tango.
Die Gäste wollten sich sofort sämtliche Spekulationen vom Hals halten und werkelten hartnäckig am dritten Torerfolg. So trug es sich zu, dass L. Voit sensationell eindeutig in der Box von den Beinen geholt wurde und es wurde verdächtig ruhig im sportlichen Areal von Milz. Elfer! Der Kapitän der Gäste, normal kälter als eiskalt, legte den Ball dem Milzer Torwart unterkühlt in die Arme. Hinterher konnte man sagen, den Fehlschuss hatte er sich auf Grund seiner starken Leistung im Deckungszentrum redlich verdient.
Sein junger Kollege Schumann setzte aber gleich zwei Minuten danach den Todesstoß mit dem dritten Tor. Zusätzlich wurde ein Gästetor mit einer seltsamen „Winkbewegung“ annulliert. Das „Vierte“ legte dann der starke L.Voit zehn Minuten später ins Netz. Die Messen waren gelesen.
Den Unterländern wollte man vor Ligastart noch die nötige Reife absprechen, brachten sie aber wieder ein Paradebeispiel in Sachen Effektivität auf den Rasen und präsentierten sich sehr abgezockt. Ein gefährlicher Ball auf das Gästetor, welchen Digritz hervorragend aus dem Winkel kratzte, im gesamten Spiel, mehr brauch man nicht sagen. Eine geschlossene Teamleistung bis hin zum letzten Wechsler, mit intensiver Laufarbeit und vielen spielerischen Akzenten…von allen.
Glückwunsch!!!!
Kurz ein paar Gedanken zum Pfingstsonntag – Pokalendspiel gegen Schönbrunn.
Schönbrun wird vom körperlichen und aggressiven Aspekt her genauso auftreten wie Milz. Spielerisch werden sie unser Team mehr fordern, aber…
Wiederholen wir die Leistung von Milz und setzen noch ein zwei Nuancen drauf, dann bringen wir den Schleusegrund ins Schwitzen.
Das gesamte Unterland, bis auf Wenige drücken Euch die Daumen.


