Alles kann, nichts muss
Sonntag ging es bei Wetter, Wetter, Wetter auf die „Biene“, auf die gemütliche Waldsportanlage mit ausreichend Platz zum Fußball spielen.
Die SG hatte wie in letzten Wochen gewohnt ein paar offene Stellen, welche aber perspektivisch durch Job - Workshops und Medienpräsenz wieder gefüllt werden sollen.
Die Gastgeber stecken bis unterhalb der Knöchel im noch vom KFA festgezurrten Abstiegsmodus und der Gast erklomm mit einem mühsam erkämpften 2 zu 1 aus dem Westen Sonnebergs im Gepäck die sportliche Anhöhe der ehemals BSG Motor Neuhaus – Schierschnitz.
Im Gegensatz zur SG hatten die Gastgeber vom benachbarten Hubschrauberlandeplatz ihr Munitionsdepot vollständig ausgeräumt und ließen auf dem Platz schwere Geschütze auffahren. Es war eine durchgängige punktuelle Kreisoberligaerfahrung festzustellen, wobei in vorderster Front drei besonders große und gefährliche Geschütze standen.
Die Gastgeber benötigten unbedingt etwas Zählbares und versuchten mit Motivation am Limit den Tabellenführer aus dem schönen Heldburger Unterland in Bedrängnis zu bringen.
Gesponsort wurde das Match vom „Autohaus – Hein“, bei welchem 107 Neuwagen zur sofortigen Abholung bereitstehen. (und das bei verriegelten Straße von Humus)
Wie gesagt, die Gastgeber waren gleich energisch, ackerten wie Teenage Mutant Hero Turtles über den Platz und die SG versuchte sofort dagegen zu halten, welches natürlich die spielerische Komponente dieser „13.00 Uhr Notwendigkeit“ im unteren Niveau hielt. Es hatte auch keiner auf der „Imker – Zucht“ einen echten Leckerbissen, vor allem für Taktik Füchse und Fans des gepflegten Steil – Klatsch – Tango erwartet.
Auf beiden Seiten passierten einige Dreiviertel Chancen, bei welchen aber der Ball vorbeirollte oder die Torhüter ein feines Händchen hatten. Als Zuschauer hatte man sogar noch die Zeit zu schauen, wer denn der vierte Offizielle ist.
Schiedsrichter Nußpickel hatte teilweise gravierende Sprünge in der gerechten Auslegung von Fouls, welche ihm von den doch einigen Gästefans den Spitznamen „Heim Schiri“ einbrachte.
Besonders bei den zwei besonders groben Fouls am SG Stürmer Voit waren seine Regel - Auslegungen nicht nachvollziehbar und verwirrend. Das 2. Foul zog dann gerechter Weise einen Strafstoß für die SG nach sich, war aber an Brutalität nicht zu übertreffen. Kollektives Kopfschütteln fast aller Anwesenden im weiten Schierschnitz Rund.
So entwickelte sich ein Unentschieden resultierend aus zwei Elfmetern, welches von einigen als gerecht benannt wurde. Die Gäste hatten aber besonders in der zweiten Hälfte ein deutliches Übergewicht und auch etliche klare Dinger, um das Ganze zum Schweigen zu bringen.
„Ein Pferd springt nur so hoch wie es muss“ und siehe da, der junge Fischer belohnte sich für seinen unermüdlichen, teilweise etwas unglücklichen Einsatz und köpfte kurz vor dem Ende die Kugel in die Maschen. Einfach nur hervorragend.
Die Neuhäuser bäumten sich noch einmal auf, aber das brachte soviel wie eine Anstellung in der Pflege. Nichts.
Die Unterländer holten sich den Dreier last Minute und gingen triumphierend (sämtliche Nebengeräusche ignorierend) von Platz und Gelände.
Wenn Du alles getan hast, kannst Du nichts mehr tun und es kommt im Fußball nicht drauf an wieviel Du austeilst, sondern darauf, wieviel Du einstecken kannst.
Also bis bald – zur Unterland Kirmes am Freitag um 18.30 Uhr unterhalb der Veste.


