Eine Reserve die mehr ist

Oh Fußball, Du Blume auf dem Schrotthaufen dieser Welt. Wer dieses generische Maskulinum nicht versteht, bekommt heute einen Spielbericht, wie aus dem Kicker, aus dem Freien Wort oder aus dem Wachturm.

In den vergangenen Tagen machten alle Freunde, Fans, Hasser, Neider, Besserwisser und Ahnungslosen, was sie am liebsten machen: …über den Fußball der Spielgemeinschaft reden. Im O – Ton: Was läuft gut und wie können wir es schlecht reden. Was läuft schlecht und wieso sind die Grünen dran schuld.

Aber wie sagte schon Johann Wolfgang Goethe am frühen Abend des 21. April 1817? "Egal!"

Wir haben ein halbes Pokalwochenende hinter uns und sind wir doch mal gespannt, welche Erkenntnisse die Verantwortlichen, die Spieler, die Fans und die weiblichen Begleitpersonen gezogen haben. Ähnlichkeiten mit bestimmten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Auf Grund von vielen Beschwerden und Leserbriefen wird die Redaktion in Perspektiva das Niveau Level wieder etwas anheben, um nicht die letzten Leser zu vergraulen.

Sonntag, 24.08.2025 – 08.50 Uhr MEZ … Gestern wurde nach vielen Jahren wieder ein Männerpflichtspiel in Heldburg ausgetragen. Kreisklassen – Pokal, was für ein geflügeltes Wort. Die Reserve der Spielgemeinschaft aus dem Unterland empfing die Reserve der Spielgemeinschaft vom Rennweg. Das Gastgeber und das Gast Team kannten sich nur vom Namen und so wusste keiner so richtig, was so ab 15.30 Uhr gespielt werden würde. Die SG Reserve wurde auf Grund von verschiedenen Kausalitäten neu zusammengewürfelt und die Lauscheraner hatten ein zwei Ex Landesklassenanschlusskader im Köcher. Summa summarum: Die Unterländer hatten Respekt vor den Gästen.

Aber gleich vornweg: Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und aufopferungsvollen Kampf hielt die Unterlands SG Reserve mehr als dagegen. Großen Respekt und Hut ab. Ob jung ob alt, alle spielten am körperlichen Limit und selbst spielerische Nuancen waren nicht selten. Die Gastgeber belohnten sich dann nach einem abgewehrten Kopfball von Hessenauer, schob Chilian die Murmel lässig ins Tor. Lauscha II kam jetzt intensiver und schockten die Unterländer kurz vor der Halbzeit mit dem Ausgleich. Dann pfiff Schiri Elle zur Halbzeit, richtige Entscheidung, bester Mann.

Mit einem gerechten 1 zu 1 ging es in die Kabinen und dort gab es dann neuen Input mit einem Hauch Inspiration.

Das Kräfteverhältnis verschob sich so langsam zu den Gästen und Heybach im Gastgeber Tor hielt einige Male hervorragend. So langsam wurde die Eieruhr leer und alle „freuten“ sich auf die windige Verlängerung. Und dann kamen die Sekunden des Lorenz Schumann. Mit seinen jungen Jahren schnell und aggressiv, setzte er einsatzstark nach, erkämpfte den Ball umspielte den Torwart und schon das Leder ins leere Tor.

Lauscha wütend, unsere SG clever…in den letzten Sekunden machten sie einen Knoten am Strick um den Sack. Krämer zeigte seine Klasse und setzte das Runde ins Eckige. Sieg, nicht dran gedacht, aber dran geglaubt. Glückwunsch.

Und man sollte immer Bedenken, es sind alles Fußballer aus neuer neugieriger Leidenschaft, die nebenbei sieben Kinder großziehen, die freiwillig ein paar Nachtschichten vom überforderten Nachbarn im Stahlwerk übernehmen und nebenbei noch die hiesige Kirchturmspitze bemalen, mit zwei Bleistiften. Danke Jungs und mit einer Vorfreude auf heute-