SG Unterland U23

An einen wieder Mal undankbaren Samstag musste die Reserve der südlichsten Spielgemeinschaft des südlichsten Südthüringens in das Straufhainer Reservat reisen, vorbei an Heckrindern und ehemaligen Grenzstreifen. Gespielt wurde in Eishausen zwischen Breit und Spitzwegerich, sowie ringsum um Ringelstöcke. Die Gäste nach dem Pokalsieg gegen Lauscha II mit breiter Brust und dem Willen, nichts anbrennen zu lassen. Das Mischungsverhältnis in der Startformation war 6 zu 5 und wurde mit zunehmende Spieldauer, ohne quantitativen und qualitativen Schwankungen, effizient und zielorientiert verändert.

Das Team aus dem Unterland bestand ausschließlich aus Gewinnertypen, sprich Typen, welche mit Mau – Mau Karten Poker spielen und die Tische leerräumen, welche als Nichtschwimmer olympisches Gold über 400 – Meter Freistil holen und aus deren Mitte jetzt schon der zukünftige Papst feststeht.

Männer, die zu einem Quarkbrot Molke Schnitte sagen und jedes Jahr Spitzenplätze beim Stihl Timber Sport auf dem Georgenberg belegen und wo sie dieses Jahr in der Mannschaftswertung den 1. Platz und den Pokal „ Das Holzhäuser Scharfrichter Beil“ holten.

Deswegen werte Leser, erübrigt sich ein detaillierter Spielbericht, verweilen wir kurz und denken an einen Nudelsalat unter der Schreibtischlampe erwärmt und an eine anständige Druckbetankung, bei der man noch nicht mal richtig das Glas aus dem Gesicht gezupft hat und schon Geräusche hört, die nicht zur Situation passen. Oder sagen wir es anders, unser Wahrnehmungsvermögen benötigt jeweils 24 Bilder pro Sekunde, welche wir sehen müssen, um eine Wirklichkeit ruckfrei wahrzunehmen. Bei Einfluss des Bieres wird jedes dritte Bild herausgefiltert, mit dem Resultat langsamer und schlieriger Reflexe auf der Netzhaut.

Die U23 erzielte 5 wunderschöne Tore gegen eine leicht überforderte Straufhain Reserve und war in keiner Sekunde dieses Spiels unter Zugzwang. Apropos Zugzwang… es wäre ja kein Spielbericht, wenn für den Leser die Fremdwörter nicht übersetzt werden würden.

Zugzwang ….Zugzwang ist eine Situation in Spielen mit abwechselnder Zugpflicht, in der die am Zug befindliche Partei einen Vorteil davon hätte, wenn nicht sie, sondern die Gegenpartei einen Zug machen müsste. Ein Spiel mit abwechselnder Zugpflicht ist beispielweise Schach.

Jedenfalls holte das fruchtbare Gemisch von Jung und Alt drei Punkte in eindrucksvoller Manier. Das Ding war so eindeutig, wie der Satz eines Unfallverursachers im Unfallbericht.

„Bevor ich ihn anfuhr, war ich überzeugt, dass dieser Mann niemals die andere Straßenseite erreichen wird.“

 

Samstag empfangen unsere U23 die U? aus Häselrieth und dann heißt es wieder: Ein Kilo Sandstrand = Kilowatt.