Schwierig zu formulieren
Wegen der ständigen Häme und Schmäheintragungen im öffentlichen medialen Netz verfasst sich heute der Spielbericht von selbst und das gnadenlos ohne Emotionen mit einem Hauch des Aprils.
Am 4. Freitagabend im April bekamen die Fußballexperten des Unterlandes den Derby „Leckerbissen“ in Retoure. Die Bäckerei Gagel im perspektivischen Diska Markt präsentierte dieses Match und servierte SG Unterland gegen die SG Gomp./Hellingen. Am Rührgerät stand der KFA und die Scheiben in der Auslage putzten leihweise die Mitarbeiter des zukünftigen DM Marktes, welcher in die Hallen des ehemaligen Diskas einzieht.
Alles roch nach Weihrauch und Myrre und es wurde Zeit sich mit Fußball zu befassen. In den Kabinen der Teams wurden Tauchsieder ausgeteilt und die Spieler machten sich warm. Wieder blieben einige Plätze frei, aber im Spiele waren es dann Elf gegen Elf, also Mann gegen Mann.
Es kamen doch einige Interessierte, Schaulustige und Partner, welche sich alle vor Anpfiff beim Unterlands Lied schunkelnd in den Armen lagen, die Augen nass, nochmal am Kulmbacher nippend und die Kippe wegschnippend.
What a feeling - pure goosebumps!
Die Gäste vom Wein äh Krautberg kamen mit breiter Brust in die Hauptstadt und sagten sich vollmundig und trocken: Vine not!
Extra aus Veilsdorf angereist war ein Gemüter Dompteur nämlich Daniel Garber-Tetzlaff. (Der Name gestaltet sich fast länger als wie dieser Bericht). Heimlich machten unter den Fans Exemplare der aktuellen Kurzeitung die Runde, in welcher Bürgermeister Other zwischen den Zeilen verriet, dass bei Aufstieg der SG er einen zusätzlichen Feiertag für die Stadt Heldburg schaffen will. Respekt – massimo rispetto!
Im Kleingedruckten konnte man noch lesen, dass Beteiligte von sportlichen Niederlagen (Abstieg) die Wochenenden durcharbeiten müssen.
Wie erwartet wurde dieses Freitagabend Match zu einem Duell der Gegensätze, oder dann doch ein Duell der Gemeinsamkeiten.
Anstoß. Oder Französisch abgekürzt „le magnetophone ne marche pas“.
Der Spielfeldrand war umsäumt mit vielen Fans, welche aber bessere Kost des Fußballs verdient hatten. Besonders in Halbzeit 1 großes Kopfschütteln unter den 5000, aber auch zugegeben leichtes Staunen, wie sich die Gäste den Underdog abstreiften und einsatzstark mit allen verfügbaren Mitteln dagegen hielten. Zusätzlich machten die Gastgeber den Nachbarn es sehr leicht, wie und warum blieb hinter den Türen. Bleibt die Frage, wie sehr schaden solche 45 Minuten „Fußball“ der Industrie im Unterland… Gottseidank gibt es noch den L. Voit, der kurz vor der Pause ein Teelicht im langen dunklen Tunnel anzündete.
Gastgeber Pausenführung – der Stadionsprecher machte die Ansage: Leute – 15 Minuten Pause – Genießt es!
Im Sportheim lief natürlich wieder ein Workshop, diesmal ging es um das Küssen. Gastlektor der hiesige Pfarrer – wobei sich viele fragten,
wieso spielt er ein Spiel, für das er gesperrt ist. Zum Ende der Halbzeit gab es noch den Sportheim Gottesdienst.
Lasst mich beten für Fußball von Euch...und denkt immer dran, alles was ich Euch gesagt habe, das haltet! (2. Möse 23/13)
Jetzt sehnten sich alle nach dem Aschermittwoch und träumten von einer Free – Walking – Tour durch die Sorgenfalten des Gastgeber Trainers.
Das Non plus Ultra war gleich nach der Halbzeit der Ausgleich der Gäste. Es kam Bewegung in die Fanblöcke und die Unterländer mussten jetzt was tun. Das machten sie dann auch und backten Brezel. Bum Bum Bum – zwei Mal Voit, Fischer, Leutheußer und Hofmann bekamen jeweils nach ihren Treffer die hoch dotierte Scientology – Elektrowellen – Sternzeichen Medaille. Also so ne Art „Doktorwürde“.
Der Lutscher war gedropst und es versammelte sich vielen feuchten Gesprächsrunden.
In einer Runde mit erfahrenen älteren Herren stellte einer die These auf, dass man im Leben in Summe 6 Jahre lang auf dem Klo sitzt.
Alta, 6 Jahre sitzen wir auf dem Donnerbalken, oder auf der Nougatschleuder oder wie das Ding heißt…
Der Außenseiter in dieser Runde senkte den Kopf und murmelte: So lang war ich noch nicht mal in der Schule…
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Freunde, auch wenn der Freitagabend nicht der günstigste Zeitpunkt für guten Fußball, gepflegten Rasen und Bälle mit Luft ist, Ihr seid alle eingeladen am 1. Mai zum Pokalhalbfinale unsere U23 nach Ummerstadt und am 3. Mai zum Pokalhalbfinale der „Ersten“ nach Heldburg.
Karten gibt es unter Gayrüstarbeiter.braucht.Gayhilfe@Stangen.de.


