SV Eintracht Heldburg - SV Blau Weiß Heubisch

Sonntagnachmittag, am Rande Sonnebergs, empfing die Mannschaft aus Heubisch die Gäste aus Heldburg. Die Eintracht aus der Vestestadt kam mit fast voller Kapelle und hatte nicht vor, hier in Heubisch was herzuschenken, hatte man doch gute Erinnerungen an die Vorjahre. Sehr konzentriert begannen beide Mannschaften das Spiel und es zeigte sich gleich in den ersten Minuten, dass es bei diesem Spiel körperlich ordentlich zur Sache gehen wird. Besonders einige Heubischer Spieler verwechselten des Öfteren die Sportart und übertrieben in der Zweikampfführung maßlos. Das beindruckte einige Heldburger Spieler und es schlichen sich Ungenauigkeiten im Spielaufbau ein. Schon in der 6. Minute trat der Heubischer Zwilling die Kugel aus 30 Metern glücklich und überraschte den Heldburger Torwart. Ehe sich die Eintracht richtig erholte, stand der junge Milbert nach einer Viertelstunde völlig allein vor Heybach und schob die Kugel zum 2 zu 0 in den Kasten. Die Heldburger Spieler sahen sich mit großen Augen an, als sie nach einem Komplettschlaf aufwachten. Aber die Gäste besannen sich ihres Können und fingen an Fußball zu spielen. Die Aktionen wurden sicherer, das Angriffsspiel gefährlicher und prompt erzielte Hummel aus dem Strafraumgewühl den Anschlusstreffer. Die nächste Viertelstunde gehörte Heldburg und Heubisch hatte alle Hände und Füsse zu tun, die Angriffsbemühungen der Heldburger abzuwehren. Aber wie in den vergangenen Wochen, als Heldburg den Kopf aus dem Wasser bekam und Luft schnappte, kam die nächste Heubischer Dusche. Hessenauer konnte noch mit aller Kraft und Körperteilen den Einschuss verhindern, trotzdem gelang  es dann dem bayerischen Neuzugang Mann freistehend das 3 zu 1 zu erzielen. Die Eintracht gab sich nicht geschlagen und versuchte mit aller Kraft noch vor der Pause den erneuten Anschluss zu erzielen, aber es blieb bei Bemühungen alldieweil man scheiterte an den eigenen Ungenauigkeiten oder an der körperlichen Robustheit der Heubischer Abwehr. Mit dem Zwei – Tore - Rückstand aus Sicht der Eintracht ging es zum Pausentee und die immer noch sehr zahlreichen Heldburger Fans hofften auf die zweite Halbzeit. Heldburg übernahm gleich die Initiative und wollte das zweite Tor, aber der Treffer fiel auf der anderen Seite. Nach einem ungestümen Körpereinsatz eines Heldburger Stürmers im eigenen Strafraum zeigte der Schiedsrichter Müller völlig zurecht auf den Punkt und Heubisch erhöhte auf 4 zu 1. Das Spiel war entschieden, aber die Härte in den Aktionen blieb. In der 60. Minute vergaß ein Heubischer Spieler den Namen des Schiedsrichters und nannte ihn dann einfach „Hammel“. Glasklar -à Rot! Heldburg gelang es nicht, entscheidendes Übergewicht mit einem Mann mehr zu erzielen, vielmehr hatten die Einheimischen sensationelle Konterchancen, welche sie aber nicht nutzten. In der 70. rutschte dann doch ein weiter Ball über den Kopf von Kamp und rollte ins lange Eck zum zweiten Tor für Heldburg.

Man sah wieder Licht am Ende des Tunnels, aber fünf Minuten später war es wieder aus. Zwilling machte das 5 zu 2 und schloss relativ ungehindert einen Überzahlangriff ab. Trauriger Höhepunkt war dann die Entscheidung des Schiedsrichter mit der roten Karte für Westhäuser. Der Linienrichter sah eine Tätlichkeit, nach dem ihm eine Horde wütender Heubischer Anhänger das minutenlang ins Ohr brüllten. Danach begann nochmal ein spontanes gelbes Kartensammeln und Schiri Müller pfiff die Partie ab. Die Heldburger Verantwortlichen legten nach dem Spiel Protest ein, weil ein Heubischer Spieler mit falscher Rückennummer eingewechselt wurde und jetzt ist man im Heldburger Lager gespannt, ob dieses Vergehen vom KFA als Bagatelle abgetan wird. Wenn ja, spielt Heldburg im nächsten Spiel gegen Lauscha ohne Rückennummern.