SV Eintracht Heldburg - SV 1920 Gellershausen

Derbyzeit heißt nicht gleich Fußballzeit

 

Viele Zuschauer wollten sich den Feierabend mit Fußball versüßen, aber was sie zu sehen bekamen, war gelinde gesagt eine Frechheit.

Heldburg gegen Gellershausen, ein Jahrzehnte – Derby, worauf sich der Fußballfan des Unterlandes freut und bei Bier und Bratwurst ein rassiges Spiel sehen will. Sie kamen umsonst, denn das einzig Rassige waren in „ „  die sechs gelben Karten, eine Gelb-Rote und eine Rote.

Heldburg wirkte verkrampft, suchte den langen Ball und vergeudete Kraft im Nachsetzen nach verlorenen Zweikämpfen oder Fehlpässen. Gellershausen warf alles was sie hatten in die Wagschale, nämlich Einsatz, Kampf und Laufbereitschaft. Heldburg fand nicht zu spielerischen Aktionen und so trudelte die 1. Halbzeit dahin. Eine Chance von den Gästen ging über das Tor und Heldburg hatte Erbarmen mit dem jungen Torhüter der Gäste und sah in der ersten Halbzeit von einem Torschuss ab. Die zweite Halbzeit brachte für die Eintracht einen frischen Stürmer Westphal der ein wenig mehr Wind in das Angriffsspiel der Heldburger brachte. Aber auch die Gäste wussten jetzt ab und zu spielerisch zu gefallen und zeigten in Situationen gefälliges Kombinationsspiel, was aber am Strafraum endete. Gleichzeitig wurden die Zweikämpfe ruppiger und die gelbe Kartenflut nahm ihren Lauf. Der gelb vorbelastete Hessenauer wollte in einem Zweikampf zuviel und holte sich das vorzeitige Duschen. Der Gellershäuser Krämer dachte sich, was der kann, kann ich auch und mähte im Mittelkreis seinen Gegenspieler um und erhielt vom guten Schiri Carl den Lohn mit der roten Karte. Heldburg hatte jetzt Chancen, Wiener verpasste eine Eingabe von Hummel knapp und den Kracher von Hartung hielt der Gästekeeper grandios. Alle am Rand des Spielfeldes wünschten sich den Abpfiff und keiner rechnete noch mit einem Tor. Doch zehn Minuten köpfte der Eintrachtstürmer Westphal aufs Tor, der Ball wurde noch vom Gegner abgefälscht und die Kugel senkte sich ins lange Eck. Oh wie glücklich, aber auch wie so was von egal. Die Eintracht verwaltete die knappe Führung und gewann das Spiel mit viel Glück. In einer Woche fragt keiner mehr danach, aber die drei Punkte bleiben.