SV 07 Häselrieth - Eintracht Heldburg

Nach der peinlichen Heimniederlage gegen den Ortsnachbarn Ummerstadt musste die Eintracht zu den Randhildburghäusern nach Häselrieth. Keine leichte Aufgabe, weil Häselrieth eine sehr kompakte Mannschaft in die neue Saison schickte und zweitens Trainer Weigand wieder personell umstellen und würfeln musste. Bei kühlen Wetter und einer kräftigen Brise stand zum ersten Mal Kamp in der Startelf der Heldburger und der Fußballfachmann erkannte schnell, was der Heldburger Trainer taktisch vorhatte. Das Spiel begann zerfahren und Heldburg hatte zu Beginn ein leichtes Übergewicht, genau wie einige Spieler auf dem Platz (die Red.). Die Gastgeber versuchten Ruhe ins Spiel zu bringen, was aber auf Grund der guten Laufarbeit und einer effektiven Raumaufteilung der Gäste nicht gelang.

Heldburg zwang Häselrieth zu vielen Fehlern und ließ in den ersten 30 Minuten kaum gefährliche Aktionen der Gastgeber zu. Heldburg selbst hatte zwar ein optisches Übergewicht, kam aber auch sehr selten gefährlich vor das gegnerische Tor. Hartung, Hummel und Kamp mühten sich zwar redlich, aber echte Torchancen blieben Mangelware. Der erste wirkliche effektive Spielzug wurde dann über links eingeleitet, in dem Hartung eine gefährliche Flanke vor das Tor brachte, Kamp abfälschte und Hummel mit einer artistischen Einlage den Ball über die Linie zur Führung bugsierte.

Dem Torschützen war dann hörbar die Erleichterung über sein erstes Meisterschaftstor im Heldburger Dress anzumerken. Häselrieth mühte sich jetzt um den Ausgleich, wurde gefährlicher aber die Heldburger Defensive stand sicher und Kaiser erwies sich als sicherer Rückhalt. Trotz der Führung kehrte in das Heldburger Spiel spielerisch gesehen nicht die Sicherheit rein, denn zu viele Bälle nach vorn wurden unkonzentriert und leicht vergeben. Trotzdem ging es mit der knappen Führung in die Kabinen. Nach dem Wechsel erlebten die Fans der Eintracht (die zahlreicher vertreten waren als die der Heimmannschaft) wieder die berühmten 10 Minuten ihrer Mannschaft und Häselrieth bekam die klaren Torchancen.

Kaiser hielt zwei drei Mal hervorragend und Hessenauer musste sogar einen scharfen Schuss von der Linie kratzen. Mit Glück überstanden die Gäste diese Druckphase und gestalteten das Spiel wieder offener, auch weil sie jetzt energischer in die Zweikämpfe gingen. Heldburg wurde wieder gefährlich und Kamp nutzte einen Fehler des Heimkeepers zur 2 zu 0 Führung. Kurz darauf sah der Häselriether Tormann am Strafraumeck gegen Claus wieder nicht gut aus, und Heldburgs Torschütze vom Dienst macht die beruhigende 3 zu 0 Führung. Die Gäste schalteten einen Gang zurück und Häselrieth nutzte das für den Ehrentreffer. Viel mehr Zählbares kam aber nicht mehr und so entführte Heldburg drei Punkte vom fremden Geläuf. Der Sieg war wichtig, vor allem für das angeknackte Selbstvertrauen und nun schaut man nach vorn auf den Freitag, an welchem man im Derby Gellershausen erwartet. Man sollte sich kurz erinnern an das Derby vor zwei Jahren, und da dürfte dann jeder Spieler die nötige Motivation für dieses Match haben.